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Regionale 2010 PDF Drucken E-Mail
Projektverantwortlich sind der Rhein-Sieg-Kreis, die Stadt Hennef, die Gemeinde Eitorf und die Gemeinde Windeck.

Im Mittelpunkt des Projektantrages‚ Gesamtperspektive Natur und Kultur quer zur Sieg’ steht die Frage, wie die vielfältigen, vom Menschen beeinflussten und geprägten natur- und kulturhistorischen Orte im Siegtal für die Einwohner, die Unternehmen und Besucher in einem integrierten Gesamtkonzept zusammengefasst, miteinander verbunden und erfahrbar gemacht werden können. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der historische Bezug zum Wasser und zur sakralen wie zur profanen Kulturlandschaft, die für die historische Entwicklung des Siegtals und damit für die heutige Ausgestaltung der Kulturlandschaft von maßgeblicher Bedeutung waren und sind. Durch die punktuelle Inwertsetzung und Kommunikation dieses einzigartig vom Menschen geprägte Profil der Landschaft soll auch die touristische Attraktivität des Siegtals gestärkt werden.

Der Projektansatz zielt nicht ab auf den flächigen Umbau der Landschaft, sondern auf das Vermitteln eines „neuen Bildes“ der Landschaft durch punktuelle, gezielte Projekte. Die Projekte sollen darüber hinaus dazu genutzt werden, vernachlässigte Bereiche im Siedlungs- und Landschaftsraum nachhaltig aufzuwerten.

Anhand dieser Beispielräume und –themen soll eine Landschaftspolitik und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und/oder zur Planung der Landschaft initiiert und durchgeführt werden, die nachhaltige Strukturverbesserungen in landschaftlicher, städtebaulicher und ökonomischer Hinsicht befördern.

Um eine belastbare planerische und kommunikative Grundlage für die Zielsetzungen des Projektvorhabens zu erhalten, haben die Projektträger Ende 2006 ein externes Planungsbüro mit der Erarbeitung einer ‚Gesamtperspektive Natur und Kultur quer zur Sieg’ beauftragt. Die Gesamtperspektive wird derzeit in enger Abstimmung mit den beteiligten Kommunen, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Regionale 2010 Agentur und weiteren Akteuren entwickelt, um im Frühjahr 2008 das Memorandum als Handlungsleitfaden und Grundlage der weiteren Projektqualifizierung und –umsetzung entwickelt zu haben.

Im Rahmen der Gesamtperspektive soll die vielfältige Kulturgeschichte des Siegtals unter hohen Qualitätsanforderungen lebendig weitergeführt werden. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Zusammenführung und Integration städtebaulicher, landschaftsplanerischer, denkmalpflegerischer, kulturhistorischer, touristischer und wirtschaftlicher Vorhaben, was ein wesentliches Ziel der Gesamtperspektive darstellt. Damit bildet sie die Grundlage und Richtschnur zur Integration öffentlicher und privater Investitionen sowie für einen intensiven Dialog aller fachlich Beteiligten und Akteure vor Ort.

Kernbestandteil und Leitidee der Gesamtperspektive sind die Entwicklung von sechs so genannten „Kulturlandschaftsschleifen“, die sich an denjenigen Stellen ausbilden, an denen es eine Verdichtung von natur- und kulturräumlichen Chancen und Potenzialen gibt. Diese sechs Schleifen sollen entlang der Sieg durch den „familienfreundlichen Siegtalradwanderweg“, die Bahn und einem innovativen Informations- und Vermittlungskonzept verbunden und in einen regionalen Zusammenhang gestellt werden.

Auf dem brach gefallenen Industriegelände der Kabel Metall Werke in Windeck-Schladern sollen ein Kultur- und Eventzentrum entstehen und bildet damit einen bedeutenden Baustein in einer Kulturlandschaftsschleife.

Weitere Informationen
12/2006

• Beauftragung der ‚Gesamtperspektive Natur und Kultur quer zur Sieg’

seit 01/2007

• Entwicklung der Gesamtperspektive mitsamt der Leitidee, der Entwicklungsziele und der Projektarchitektur in der Lenkungsgruppe und in den Kommunen

06/2007

• Konstituierende Sitzung des Projektbeirats

06/11/2007

• Gemeinsame, interkommunale Sitzung der beteiligten Fachausschüsse - Verabschiedung einer einstimmigen Beschlussempfehlung zur Weiterqualifizierung des Projektes

26/11/2007

• Verleihung des B-Stempels durch den Ausschuss der Regionale 2010

Anfang 2008

• Erarbeitung, Präsentation und Ratifizierung des Memorandums

ab Frühjahr 2008

• Entwicklung und Durchführung von qualitätssichernden Planungsverfahren in den "Kulturlandschaftsschleifen" und für übergreifende Konzepte

www.regionale2010.de (Externer Link)